Das Sandstein-Relief vom Lamm Gottes, das hinweg trägt die Sünden der Welt, schmückte im Mittelalter den Giebel eines Lemgoer Stadtores, fiel aber der Stadtausweitung und dem Abbruch zum Opfer. So fand die alte Steinmetzarbeit in den letzten 100 Jahren einen Ehrenplatz in der Stirnwand des CVJM-Hauses an der Lemgoer Neuen Straße. Im Laufe der Zeit verwitterte der weiche Sandstein aber weiter und das Bildnis löste sich bis zur Unkenntlichkeit auf.
Der Verein Alt Lemgo mobilisierte Sponsoren, Stadtführer Werner Kuloge übernahm die Bauleitung und im Frühjahr 2013 wurde ein neues, vom Steinmetz Sümnich geschlagenes „Original“ geschaffen und mit Hilfe eines Steigers an alter Stelle hoch im Giebel des CVJM Hauses wieder eingebaut. Da es mit Hilfe der Stadtwerke per „call for light“ auch im Dunkeln hell angestrahlt werden kann, ist das historische Bild mit hohem Symbolgehalt ab sofort wieder bei den Stadtführungen, auch in abendlicher Dunkelheit, zu sehen.
