
Dieser Sommer ist extremer als die letzten. Lange Periode ohne Regen, dafür hohe Temperaturen. Klar – wenn es trocken von oben ist macht das radeln mehr Spaß als bei Regen. Aber müssen es immer Mittwochs Temperaturen weit über 30 Grad Celsius sein?
Nichtdestotrotz. Die Kameradschaft in unserer Truppe ist toll und so sind immer wieder Fahrbegeisterte Mittwochs um 16:00 Uhr am Regenstorplatz. So auch am 22. und 29. Juli.

Am 22. ging es hoch hinauf. Fritz Trachte hatte Blomenstein als Ziel ausgewählt und verlangte den Radlern einiges ab. Aber dank E-Bike haben alle den Anstieg bewältigt und wurden dann mit einer tollen Aussicht auf Teile des Lipperlandes belohnt.

Am 29. Juli ging es dann Richtung Lage. Etwas versteckt gibt es da die Johannissteine. Diese wurden in der Saale Eiszeit vor etwa 200000 bis 125000 Jahren an ihren jetzigen Ort geschoben. Der größte der drei Steinen hat ein geschätztes Gewicht von 104 Tonnen und liegt exakt in Nord-Süd-Richtung.
Mit großer Wahrscheinlichkeit stammen die Johannissteine aus dem Bereich der Äland-Inseln in der nördlichen Ostsee zwischen Schweden im Westen und dem finnischen Festland im Osten.
500 bis 100 vor Christus könnten die 3 Fünfkantlöcher in dem größten Stein entstanden sein. Unter Einsatz von Stäben erlauben sie die präzise Lokalisierung der Wintersonnenwende. Alle anderen jahreszeitlichen Wendepunkte lassen sich von den Johannissteinen aus mittels markanter Bergspitzen bestimmen, zum Beispiel dem Windelstein im Lemgoer Wald, über dem, von den Steinen aus gesehen, zur Sommerwende die Sonne aufgeht.
